23.3.06

on the move, by the way - RSS really simple sindycation feeds your needs? just try it!

Endlich hatte ich wieder einmal eine Mission! Heute früh hat die Wohnungsnachbarin bei mir geklingelt, leider wollte sie nicht schon wieder Hilfe mit den Vorhängen, das letzte Mal hatten wir anschliessend eine lebhafte Auseinandersetzung, die uns beide völlig ausser Atem am Boden liegen liess...Also heute morgen war das Anliegen ein ganz einfaches: Sie betreibt einen Hundeausführdienst und ihr Mitarbeiter, der sich um die Donnerstagtour kümmert, ist ausgefallen, sie hatte einen Termin mit den Standesbeamten, der sie heiraten will. Sie haben sich bei der Arbeit des zweiteren kennen gelernt, hat sie doch schon dreimal geheiratet. Anscheinend wollte der arme Kerl seine Arbeit nach Hause nehmen. Glück und Schluck auf!
Da meine Fischverladerei sowieso nicht meine Lieblingsbeschäftigung ist, habe ich natürlich gerne zugesagt. Meinen Anspielungen auf letztes Mal wich sie nicht aus, aber stieg leider auch nicht darauf ein. Somit ist dieses Thema noch offen. Der Auftrag war, die 13 Hunde zu bestimmten Zeiten bei ihren Besitzern abzuholen, sie eine Weile im Stadtpark herumzuführen (vergiss nicht, dass es mittlerweile Pflicht ist, die Häufchen (so niedlich) auszusammeln und an den vorgesehenen Stellen zu deponieren. Sie gab mir die Liste mit den Adressen und Terminen und verschwand, nachdem sie eindringlich nachgefragt hatte, ob ich auch wirklich wach war und den Auftrag richtig verstanden habe...Weiber...Da ich schon auf war, ging ich meiner Morgentoilette nach und anschliessend machte ich mir meine Kaffe. Leider hatte ich nur Koffeinfrei und folgerichtig, schlief ich ein wenig am Tisch ein, bis mich ein Riesenschreck schüttelte und ich fast vom Hocker fegte. Ich hatte ja eine Auftrag. Wo war schon wieder diese Liste? Diese Liste war..., wo denn? Die Suche verlief ein wenig chaotisch, ich war sicher schon nicht mehr ganz im Terminplan. In der Dusche fand ich das Papier, ein wenig nass aber noch leidlich lesbar. Das erste Rendez-vous war schon verstrichen, ich wie der Teufel aus dem Weihwasserbecken auf meinen Göpel und geradelt, was die Kette hält (der Fahrradmechaniker hat mir letzthin gesagt, wo das Problem steckt, wenn die Kette schon zulange im Einsatz ist, dann stimmt die Länge der Kettenglieder nicht mehr mit den Abständen der Zähne der Zahnräder überein und das führt dazu, dass die Kette schleift. Bin aus diesem Grund schon ganz fest auf die Mittelstange "gesessen". Also, Vorsicht ist die Mutter der Porzellaneier). An der ersten Adresse angekommen, steht die Dame schon leicht angesäuert auf dem Treppabsatz, der in ihre Villa führt. Ich nehme mir den Hund und will gehen, aber da pfeift sich mich nochmals zurück und nimmt ihre Hüpfbohne (wohl so was wie Zwergchihuahua) und herzt und küsst ihn, bis dieser zu japsen beginnt. Eine innige Beziehung, äusserst spannend...Als ich alle Hunde eingesammelt hatte, war ich gottenfroh, dass der Park um diese Zeit nicht überlaufen ist. Ich gab ein Bild ab. Meine Freunde hätten sich sicher eine Freude daraus gemacht, den Hunden eine Katze vorzuwerfen. Bis ich auf die glorreiche Idee kam, die unwilligen Hunde, die immer stehen bleiben wollten an die Halsbänder derer zu binden, die nichts mehr interessierte, als davon zu rennen. Somit hatte ich wenigstens eine Hand frei, um mich an der Nase zu kratzen. Es war natürlich keine Rede davon, die Viecher loszulassen, die hätte ich nie wieder eingefangen. Was zu einem grösseren Problem wurde, waren die kleine Hunde, die sich in einem ruhigen Moment hinkauerten, um Häufchen zu machen, denn just in diesem Moment wollte der grosse Moloss an den er angebunden irgendwie weiter und der kleine flog einfach auf. Das hatte zur Folge, dass ich mit dem ganzen Pack in den grossen Brunnen musste, damit sie sich waschen konnten. Auf dem Heimweg hatte ich eine phantastischen Einfall, den ich hier aber nicht preisgeben will. Ich bin sicher, damit grosse Kohle machen zu können und muss daher vorsichtig vorgehen, copycats gibt es genug in dieser Stadt. Am Abend kam meine Nachbarin vorbei, entliess ihre aufgestauten Gefühle (die Chihuahua-Tussi hatte natürlich lautstark protestiert und mit Klagen gedroht und was sonst noch...). Ich mit Schuldbewusstsein ausgestattet, dass eine ganzes Schwadron damit ausgerüstet werden könnte und dann noch übrig bleibt, machte daher in den richtigen Momenten die richtige Grimasse und den richtigen Betroffenengrunzer - nach einer Weile hatte sie ihr Pulver verschossen und wir konnten wieder über wichtiges reden. Was mir den einfiele? Für ein derartiges Desaster wolle ich noch Geld? Trotz heftiger Aufbrause zahlte sie mir schliesslich den abgemachten Lohn, ich musst ihr aber versprechen, dass ich sie anlässlich ihres nächsten depressiven Schubes ins Kino führe, um mit ihr Lovestory zum (für sie) 137sten male anzusehen. Das Strafmass war noch erträglich. Das letzte Mal im Kino war sie von der Handlung so hingerissen, dass sie nicht merkte, wie ich ein wenig schläfelte. Ich konnte im Kleingedruckten gerade noch durchdrücken, dass sie die Karten bezahlen werde und war heilfroh, wieder aus dem Scheinwerfer ihrer Zuneigung entfliehen zu können. Schliesslich will ich jetzt noch auf die Gasse, wie man bei uns sagt, wenn man nicht weiss, was man mit sich anfangen soll und die Fernsehgebührenordnung einen weiteren Konsum auf diesem Kanal nicht mehr zulässt. Bref, wir gehen ab die Post auf den Schwof.

2 commentaires:

Anonyme a dit…

Es existieren verschiedene Theorien über die Abstammung des Chihuahuas. Die glaubhafteste ist die, dass er von den im alten Mexiko vorhandenen Opferhunden (den Techichis) abstammt. In Mexiko gibt es in der Provinz Chihuahua nach wie vor wild lebende kleine Hunde, auf welche der Chihuahua zurückgeführt wird. Laut anderer Quellen wurden sie angeblich von den alten Aztekenpriestern schon im 8. Jahrhundert gehalten und zählten zu den Lieblingsdingen aztekischer Prinzessinnen. In der Religion sah man in ihnen den Führer toter Seelen auf ihrer Reise ins Jenseits. Aus diesem Grunde mussten bei jeder Beerdigung auch Chihuahuas ihr Leben lassen. Doch er war nicht nur ein Opfertier, sondern wohl auch Bestandteil des Speiseplanes mexikanischer Indianer.

Mitte des 19. Jahrhunderts begannen die Bauern der Provinz Chihuahua, ihre kleinen Hunde verstärkt an Touristen zu verkaufen. Über Amerika kamen diese dann nach Europa, verbreiteten sich aber bis heute nicht sehr stark. Der Chihuahua ist trotz seiner geringen Größe ein sehr selbstbewuster, lebhafter, ja energischer Hausgenosse, dem auch leichtere Witterungsunbilden nicht viel ausmachen. Bei ihm ist die gesamte Bandbreite von Hundecharakteren möglich. Mal zeigt er sich als hervorragender Wachhund, wobei sein Ohr auf jedes verdächtige Geräusch reagiert, mal „öffnet“ er jedem Fremden die Türe.

Anonyme a dit…

Lesen Sie das gesamte Blog, pretty good