12.4.06

Träum süss

Ich habe die ganze Nacht nicht geschlafen. Eine abgrundtiefe Angst machte mir zu schaffen. Wie konnte ich bloss diesem Schlamassel entkommen?
Kaum schien die Sonne, stand ich auf, zog mich an und fuhr so schnell wie möglich zu Asy. Dieser war gar nicht erfreut, mich so früh zu sehen. Aber als ich ihm meine Situation geschildert hatte, machte er auch ein besorgtes Gesicht. Seine Freunden konnte er wohl kaum anrufen und sagen: „Pech gehabt Jungs, aus den Pässen wird nun doch nichts, wohin sollen wir das Geld zurückschicken?“ Da waren wir uns einig, das ging nicht. Ausserdem war es doch ein wirklich stattlicher Betrag, den wollten wir irgendwie behalten. Über all dem Sinnen wurde mir der Kopf ganz schwer und ich fiel in einen kurzen Schlaf. Dabei hatte ich einen komischen Traum. Die Hyänen verfolgten Asy, der vor ihnen flüchtete, so schnell ihn seine Beine trugen. In seiner Panik sprang er in die Grube mit den Krokodilen. Die Hyänen sprangen ohne weiters über die Umrandung und trieben Asy in eine Ecke. Ihr ekles Gelächter tönte durch den ganzen Park. Plötzlich spritzte das Wasser meterhoch und die fünf Krokodile kamen angeschossen, jedes packte sich eine Hyäne und zog diese in das Wasser, wo sie in wilden Drehungen die Beute zerrissen. Asy profitierte von der grausigen Fresserei und kletterte über die Abgrenzung. Draussen vor dem Gehege blieb er liegen. Eine harte Hand schüttelte mich. Es war Asy in seiner Küche. „Hei, Dave, wieso hast Du meine Namen gerufen? Hast Du von mir geträumt?“
Ich schilderte ihm meinen Traum und während ich ihn erzählte, wurde mir klar, was mir dieser Traum sagen wollte. Nachdem ich Asy alles erklärt hatte gingen wir unverzüglich ans Werk. Die Vorbereitung hatten wir abgeschlossen, morgen werden wir den Plan umsetzen und wenn uns das gelingt, dann werden wir unsere Felle ins Trockene bringen. Ich hielt mir den Daumen. Morgen muss alles klappen, sonst ist meine Karriere so lange wie diese Geschichte und dabei hätte ich noch so viel zu sagen.

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