Mein Kumpel und Berater in allen Lebenslagen hatte Gestern auch sehr aktiv verbracht. Zwei Einträge im amtlichen Handelregister weiter und es gab kaum mehr eine sichtbare Verbindung zwischen Cosa und Nostra, wie wir unseren Teil nannten. Ein sicheres Haus hatte er inspiziert, der feudale Teil war vernachlässigt, aber eine funktionsfähige Absteige für bis zu 8 Leute, ein kleiner schlagkräftiger Klub, falls wir je Bedarf hätten. Das Center hatte eine Autonomie bis drei Tage.
„Eine Kopie des Schlüssels finden Sie bitte im Handschufach.“ Asy im O-Ton. Der Schlüssel ordentlich beschriftet.
Die Rekrutierung verlief ein wenig harzig, die Aufstockung der Salärmasse in diesem Ausmass ist immer Bestandteil ausserordentlicher Sitzung. Somit waren unserer Expansion Grenzen gesetzt. Anlass, die Sache leichter angehen zu lassen.
„Bitte ein Bier!“ Ausdrucksform althergebrachter Einstimmung des Feierabends. Am liebsten frisch, kühl und lässig. In einem leichte Sacko hingen wir an der Bar. Den Blick in alle Richtungen, mann war ja hier, um zu sehen, frau kommt her, um gesehen zu werden. Noch ein wenig chit-chat zum Tagesverlauf, letzte News. Im Riesenbildschirm lief Fussball, ohne Ton, ausser dem angesäuselten Fan der Besatzung die soeben das Leder stürmte. Einstimmig gaben wir ihm die blaue Karte. Asy verwickelte ihn in eine Diskussion über die Vorzüge der unterschiedlichen Gewichtung des Stürmerfouls in den beiden Weltverbänden. Aber neue Erkenntnis für die Gilde der Kaufleute der Ware Fussball kamen keine aufs Tapet. Im Gegenteil, das mehr oder weniger friedliche Nebeneinander in harmonischer Konkurrenz hatte sich bewährt und solchen Inhalt über die Massenkanäle zu jagen, ist immer noch eine der besten Pfründe. Werbung sei dank, gibt es Fussball!
Aber ich mag ja mehr Basketball, meine letzten Körbchen des Tages waren Grösse 85/C.
21.4.06
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